Julian Herbst, die Moderatorin der Verleihung Barbara Hahlweg und Anja Lordieck (r.) Foto: hr/Kurt Fuchs/IHK

05.11.2018

IJ-Studentin Anja Lordieck gewinnt Ernst-Schneider-Preis

Für ihre Multimedia-Reportage „Reich unterm Radar“ sind die IJ-Studentin und hr-Journalistin Anja Lordieck und ihr Kollege Julian Herbst in der Kategorie „Internet“ mit dem Ernst-Schneider-Preis ausgezeichnet worden. Der von den Industrie- und Handelskammern gestiftete Preis für Wirtschaftsjournalismus wurde jetzt in Nürnberg verliehen.

Die Reportage, die auf boerse.ARD.de zu sehen ist, blickt investigativ in das Firmenimperium der Familie Reich. Die Autoren decken ein weit verzweigtes Netzwerk auf, das in ganz Deutschland unter Missachtung zahlreicher rechtlicher Vorgaben agiert. Gleichzeitig weist die Recherche erhebliche Defizite in der aufsichts- und strafrechtlichen Verfolgung von Wirtschaftsdelikten nach. Die Redaktion von „Reich unterm Radar“ hatten Detlev Landmesser und Burghard Schnödewind.

„Die ARD Börse macht aus dieser Geschichte eine geniale Multimediastory. Die Autoren spielen hier die Möglichkeiten des Mediums Internet voll aus. Die Formen sind abwechslungsreich und vielsagend. Sie halten den Leser, der gleichzeitig auch Hörer und Zuschauer ist, bei der Stange“, so die Laudatorin Julia Bönisch, Chefredakteurin von sueddeutsche.de. „Mit dieser Berichtsstrecke liefert die ARD-Börse ein hervorragendes Beispiel, dass und wie Journalismus im Internet mehr ist als die online verlängerte Textstrecke oder die Mediathek. Sie ist ein Musterbeispiel für Journalismus, der Form und Rezipienten ernst nimmt.“

Mit dem Ernst-Schneider-Preis werden journalistische Beiträge ausgezeichnet, die wirtschaftliche Zusammenhänge allgemein verständlich vermitteln und durch Relevanz, Recherche sowie Erzähltechnik herausragen.

Das Institut für Journalistik gratuliert beiden Autoren ganz herzlich!