08.02.2018

Erstes MEDIATE-Symposium bringt Mediziner und Wissenschaftsjournalisten zusammen

Ende Januar fand das erste Symposium des „MEDIATE“-Projekts in Dortmund statt. An der Auftaktveranstaltung nahmen rund 25 angehende Wissenschaftsjournalisten aus Dortmund und Mediziner aus Freiburg teil.

In dem kürzlich gestarteten Forschungs- und Diskursprojekt des Lehrstuhls Wissenschaftsjournalismus am Dortmunder Institut für Journalistik beschäftigen sie sich in den kommenden zwei Jahren mit der Qualität der journalistischen Berichterstattung über medizinische Diagnosetests. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Zum Auftakt berichtete der Wissenschaftsjournalist Marcus Anhäuser, langjähriger leitender Redakteur des in Dortmund gegründeten „Medien-Doktor Medizin“, über die Qualitätsbewertung journalistischer Beiträge. Anhand von Beispielen diskutierten die Teilnehmer Kriterien für gute und schlechte Medizin-Berichterstattung.

Zu Gast war auch Prof. Matthias Hastall von der Fakultät Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund. In seinem Impulsvortrag sprach der Gesundheitskommunikations-Forscher darüber, warum Patienten mitunter Gesundheitsinformationen ignorieren und wie solche Informationen beschaffen sein müssen, damit sie ihre Adressaten auch erreichen.

Im Rahmen des MEDIATE-Projekts kooperieren die Forscher am Lehrstuhl Wissenschaftsjournalismus mit dem Institut für Evidenz in der Medizin am Uniklinikum Freiburg, das mit der Cochrane Deutschland Stiftung verbunden ist. Im weiteren Verlauf werden angehende Wissenschaftsjournalisten und Ärzten gemeinsam mit erfahrenen Kollegen und Experten die Qualität journalistischer Beiträge analysieren und interdisziplinär Vorschläge für eine bessere Berichterstattung über medizinische Diagnoseverfahren erarbeiten.

Fotos: Julia Serong

Weitere Infos zum MEDIATE-Projekt