FAQ

Volontariat, Studiendauer, Praxisbezug, Lehrredaktionen – hier liefern wir Antworten auf die zentralen Fragen

  • Welchen Abschluss erreiche ich?

    Welchen Abschluss erreiche ich?

    Wie schon bei dem analog aufgebauten und erfolgreich laufenden Studiengang Wissenschaftsjournalismus sowie dem Journalistik BA handelt es sich auch bei dem Studiengang "Wirtschaftspolitischer Journalismus" um ein berufsqualifizierendes Studienangebot. Und das gleich im doppelten Sinne: Die Absolventen erlangen nicht nur den akademischen Bachelorgrad – nach dem BA-Studium sind sie durch das integrierte Volontariat bei einem unserer Medienpartner (z.B. WDR, HR, SR, n-tv, DIE ZEIT, FOCUS Online, WAZ, Kölner Stadt-Anzeiger) überdies Redakteure im Sinne der Tarifverträge. Dies ist in ganz Deutschland einmalig. 


    Außerdem qualifiziert der Bachelor-Abschluss durch den hohen VWL-Anteil auch zur Aufnahme eines Master-Studiums im Bereich der Wirtschaftswissenschaften.

  • Warum dauert die Bachelor-Phase acht Semester, üblich sind doch sechs?

    Warum dauert die Bachelor-Phase acht Semester, üblich sind doch sechs?

    Das Studium am Institut für Journalistik zeichnet sich durch einen hohen Praxis- und Berufsbezug aus. Dazu zählen nicht nur die Ausbildung in Lehrredaktionen für sämtliche Medien, sondern auch ein in das Studium eingebettetes, einjähriges Volontariat im fünften und sechsten Semester. Für diese intensive Praxisphase verlassen die Studierenden die Universität und arbeiten bei einem unserer Medienpartner. Nach dem Volontariat kehren die Studierenden für zwei weitere Semester zurück ans IfJ, um das in der Praxis gelernte Wissen (durch die Bachelor-Arbeit) zu reflektieren. Außerdem bringen die Studierenden ihre neu erworbenen Fähigkeiten als Mentoren in den Lehrredaktionen ein. So entstehen acht statt sechs Semestern Regelstudienzeit.

  • Wie läuft das mit dem integrierten Volontariat?

    Wie läuft das mit dem integrierten Volontariat?

    Alle Studierenden absolvieren innerhalb des Studiums ein einjähriges Volontariat. Das Institut für Journalistik vermittelt die Studierenden hierfür an rund vierzig Fernseh- und Radiosender, Rundfunkanstalten und Zeitungsverlage im gesamten Bundesgebiet. Im Volontariat knüpfen die Studierenden intensive Kontakte zu Redaktionen. Viele Studierenden arbeiten dann auch weiterhin für die Redaktion, in der sie volontiert haben. Die Studierenden lernen dort den redaktionellen Alltag und die damit verbundenen Arbeitsroutinen kennen. Nach ihrer Volontariatsausbildung wissen sie, was sie erwartet, und wie die Ansprüche der Arbeitgeber in der Medienbranche aussehen. Das Volontariat beginnt bei den Studierenden des wirtschaftspolitischen Journalismus ebenso wie bei den Journalistik-Studierenden im fünften Semester und startet in jedem Jahr zwischen August und Oktober, damit die Studierenden nach ihrer Praxisphase zum Wintersemester an die TU Dortmund zurückkehren können.

    Das Volontariat ist kein Praktikum. Es erfordert von den Studierenden einen kontinuierlichen Zeiteinsatz und hohe Mobilität. Es wird dementsprechend im Gesamtmodul, das auch zwei Reflexionsveranstaltungen am Institut für Journalistik umfasst, mit 60 CP honoriert. Das einjährige Volontariat begründet auch die Ausdehnung der Bachelorphase auf acht Semester und ist ein Alleinstellungsmerkmal der Dortmunder Studiengänge. Studierende, die bereits vor dem Studium volontiert haben, überspringen das Volontariatsjahr.

  • Wie ist das Verhältnis von volkswirtschaftlicher zu journalistischer Ausbildung?

    Wie ist das Verhältnis von volkswirtschaftlicher zu journalistischer Ausbildung?

    Das Verhältnis der beiden Studienelemente VWL und Journalistik hält sich an der Universität annähernd die Waage. Hinzu kommt eine einjährige Praxisphase durch das integrierte Volontariat.

  • Gibt es eine direkte Verzahnung der Studieneinheiten?

    Gibt es eine direkte Verzahnung der Studieneinheiten?

    Die inhaltliche Verzahnung der Lehrinhalte von VWL und Journalistik geschieht im BA insbesondere über zwei Integrationsmodule. Sie behandeln die Themenfelder der parallel laufenden speziellen VWL-Einführungen vor allem aus der Sicht des praktischen wirtschaftspolitischen Journalismus, aber auch aus der theoretischen und empirischen Forschungsperspektive der Wirtschaftsjournalistik.

    Berichte, Storys und Kommentare zu Themen wie Ursachen und Entwicklung der Eurokrise, die Krisenpolitik der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Union, die politische Debatte über die Eurorettung oder Sparpolitik in Printmedien sowie Radio- und TV-Programmen werden analysiert, bevor die Studierenden unter Anleitung auch eigene Produkte erstellen. Dabei werden brauchbare und kritikwürdige Quellen für die jeweiligen Themenfelder vorgestellt. Vertreter/innen dieser Quellen werden in das Seminar eingeladen, um mit ihnen über die Berichterstattung und Kommentierung zu diskutieren. Bewährte Vorgehensweisen bei Recherche und Produktion werden vermittelt und praktisch eingeübt.

     Im theoretischen Teil werden die speziellen Vermittlungsprobleme der relevanten wirtschaftspolitischen Themen aus der Forschungsperspektive der Wirtschaftsjournalistik analysiert und reflektiert. Die Leitfrage lautet: Wie lassen sich relevante ökonomische Zusammenhänge und Erkenntnisse in der Berichterstattung für ein heterogenes Laienpublikum erfolgreich übersetzen? Bei der Behandlung dieser Fragestellung kooperiert der Inhaber der Professur für wirtschaftspolitischen Journalismus stets mit dem Fachvertreter der Dortmunder VWL, der die jeweilige spezielle VWL-Einführung hält.

  • Was geschieht in den Lehrredaktionen? Welche Medien kann ich (kennen)lernen?

    Was geschieht in den Lehrredaktionen? Welche Medien kann ich (kennen)lernen?

    Schon seit vielen Jahren haben sich an der TU Dortmund die Lehrredaktionen etabliert. Beim Magazin pflichtlektüre, dessen Online-Auftritt pflichtlektuere.com, dem Radiosender eldoradio* oder bei der Fernsehredaktion Do1.tv, die in dem Fernseh-Lernsender nrwision eingegliedert ist, lernen die Studierenden den Redaktionsalltag und aktuelle Produktionstechniken kennen.

    Für die Studierenden des Studiengangs "Wirtschaftspolitischer Journalismus" wird in allen Medien ein neues Ressort "Wirtschaft und Politik" etabliert.

    Im zweiten und dritten Semester belegen die Studierenden eine der Lehrredaktionen, die sie zuvor selbst gewählt haben. Zusätzlich werden alle Studierenden in der Online-Redaktion als Zweitredaktion ausgebildet. Wer Online bereits als Erstredaktion belegt, erhält stattdessen eine VJ-Ausbildung.

    Nach dem Volontariat, also im siebten und achten Semester, kehren die Studierenden nochmals in die Lehrredaktionen zurück. Diesmal jedoch weniger als Autoren, sondern vielmehr in Führungspositionen innerhalb der Redaktion. So werden journalistische Führungskompetenzen vermittelt. Eigene Produktionen sind dennoch weiter möglich.

  • Muss ich nach dem Volontariat in die gleiche Lehrredaktion zurückkehren, in der ich vorher war?

    Muss ich nach dem Volontariat in die gleiche Lehrredaktion zurückkehren, in der ich vorher war?

    Nein. Nach dem Volontariat wird neu gewählt.

  • Wie sind die Berufsaussichten?

    Wie sind die Berufsaussichten?

    Gut. Denn in Zeiten von Eurokrise, Schuldenbremsen, Steuerreformen und Energiewende sind Wirtschaftsjournalisten so gefragt wie. Das ergaben Befragungen der Medienpartner des Instiuts für Journalistik (WDR, HR, DIE ZEIT, RBB, n-tv uvm.).  Der BA-Studiengang „Wirtschaftspolitischer Journalismus“ entspricht also einem steigenden Bedarf an wirtschaftlich-politisch spezialisierten Journalisten auf dem Arbeitsmarkt.

    Die Masterabsolventen können später entweder im wirtschaftspolitischen Fachjournalismus arbeiten oder in anderen Tätigkeitsfeldern der VWL, in denen die Vermittlung volkswirtschaftlicher Themen an ein Laienpublikum eine große Rolle spielt. Denn die Fähigkeit, volkswirtschaftliche Inhalte allgemeinverständlich und über unterschiedliche Medienkanäle zu kommunizieren, ist in vielen klassischen Berufsfeldern von Volkswirten von großer Bedeutung.

    Zu den relevanten Tätigkeitsbereichen jenseits des Journalismus selbst zählt damit vor allem die Öffentlichkeitsarbeit für wirtschaftspolitisch ausgerichtete Institutionen und Verbände, etwa Behörden, Bund und Länder, Verbände und Organisationen, Industrie- und Handelskammern, Konjunktur- und Wirtschaftsforschungsinstitute, Finanz-, Kredit- und Versicherungswirtschaft etc.

  • Was sind die Aufnahmekriterien?

    Was sind die Aufnahmekriterien?

    Einschreibungsvoraussetzungen für alle Bachelorstudiengänge am Institut für Journalistik sind die Allgemeine Hochschulreife sowie ein journalistisches Praktikum.

    Um dieses Praktikum müssen sich die Bewerber selbst kümmern. Freie Mitarbeit kann äquivalent zur Hospitation anerkannt werden (s.u.)

    Weitere Infos hier

  • Und beim Master "Economics und Journalismus"?

    Und beim Master "Economics und Journalismus"?

    Zum Master-Studiengang kann zugelassen werden, wer ein wirtschaftswissenschaftliches Bachelor-Studium mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre oder ein vom Prüfungsausschuss als gleichwertig anerkanntes Studium abgeschlossen hat. Bei der Entscheidung über die Gleichwertigkeit der Studienabschlüsse sind insbesondere die nachgewiesenen Kenntnisse im Fach der Volkswirtschaftslehre sowie der Mathematik/Statistik maßgeblich, die den in einem wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Studium mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre zu erwerbenden entsprechen sollen. Der Abschluss eines wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Studiums mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre setzt voraus, dass Prüfungsleistungen im Umfang von 50 Leistungspunkten aus dem Bereich der Volkswirtschaftslehre und 10 Leistungspunkten aus dem Bereich der Statistik und Mathematik nachgewiesen werden.